Alltagstheorien über Schülergewalt: Perspektiven von by Gabriele Klewin

By Gabriele Klewin

In dieser Arbeit wurden mittels problemzentrierter Interviews 18 SchülerInnen und 6 LehrerInnen über ihre Alltagstheorien zu Schülergewalt befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass LehrerInnen und SchülerInnen zwar in der Beurteilung des Gewaltausmaßes an ihrer Schule weitgehend übereinstimmen, in anderen Punkten jedoch deutliche Unterschiede zu verzeichnen sind. So verweisen die LehrerInnen in ihren Ursachenvermutungen zuerst auf die Familie als zentralem Entstehungskontext während die SchülerInnen diesen Zusammenhang nicht herstellen. Die Aussagen über Prävention und Intervention zeigen, dass Präventionsprogramme die Perspektive von Lehrkräften stärker berücksichtigen sollten.

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36) und verfiigt uber „ZwangsmitteI" (Rolff 1997, S. 132). 40; Holtappels 1987, S. 19; Arbeitsgruppe Schulforschung 1980, S. 25). Die Lehrkrafte sind in viel starkerem MaCe als die Schiilerlnnen in der Lage, ihre Ziele und Vorstellungen durchzusetzen. Die Alltagstheorien der Schulerlnnen sind also anderen Entstehungsbedingungen unterworfen als die der Lehrkrafte. Was bedeutet das konkret fiir die Wahrnehmung, Ausiibung, ErklSrung oder auch Rechtfertigung von Schiilergewalt? Auf Seiten der Lehrkrafte ist anzunehmen, dass in akuten Konflikten ihre Alltagstheorien die Reaktionen zumindest mitbestimmen.

1985b, S. B. , S. 113; vgl. a. 1999, S. 80). „Von den Erwachsenen wird die Schule insgesamt offenbar als Institution angesehen, die durch gesellschaftliche wie familial bedingte EinfluBfaktoren belastet wird, selbst aber weniger zur Entstehung von Aggression beitragt. a. 1997, S. 95). Bei den SchUlerlnnen stehen schulische Griinde zwar nicht an erster Stelle, einige schulische Aspekte werden jedoch von mehr als der Halfte der Befragten genannt. Es ist offensichtlich, dass Schule in den Augen der SchUlerlnnen auch selbst zu Gewalt beitragt.

A. 1999, S. 95), lasst sich nicht abschlieBend beantworten. FUr beide Positionen lassen sich plausible BegrUndungen finden: Die hohere Gewaltwahmehmung der Lehrkr^fte kann dadurch hervorgerufen sein, dass sie aufgrund ihrer Rolle bei Gewalt eingreifen mussen und deshalb eine erhOhte Aufmerksamkeit zeigen. Aber auch die „strengere" Beurteilung von (Gewalt)Situationen oder die Thematisierung in den Medien k5nnten ein Grund sein (vgl. , S. 96). Ein Zusammenhang mit der weiter gefassten Gewaltdefinition ist zumindest denkbar.

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